Der KTV St.Gallen ist verwurzelt in der Tradition des Burschentums und des Turnwesens. Die Entwicklung der studentischen Verbände und das wachsende Interesse an Leibesübungen regten im 19. Jahrhundert die Bildung akademischer Turnerschaften an. Treibende Kraft dahinter war der Deutsche Friedrich Ludwig Jahn (11.8.1778 – 15.10.1852), der als «Turnvater Jahn» in die Geschichte einging. Jahn propagierte das Turnen als Stärkung von Seele und Geist und stellte es in den Dienst am Vaterland.

Die Gründerjahre

KTV-Gründer Albert Rothenberger
(1867-1950)
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Während an den Kantonsschulen Aarau, Chur und Frauenfeld schon sei einiger Zeit Schülerturnvereine bestanden, verfing der Gedanke in St.Gallen erst 1886. Am 9. Oktober reichte Albert Rothenberger, 7g, (später Pfarrer und Dekan in St.Gallen) beim Rektorat eine Petition ein. Darin führte er aus, dass das Turnen für eine harmonische Entwicklung unbedingt nötig sei, und dass zwei Stunden wöchentlichen Turnens nicht ausreichten. Er wolle daher einen einfachen Turnverein gründen, «frei von jedem unnützen studentischen Gepräge, rein nur turnerischen und nationalen Interessen dienend».

Nachdem Rothenberger nur wenige Tage später die Erlaubnis erhalten hatte, wurde am 15. Oktober 1886 die Gründungsversammlung mit 20 Anwesenden abgehalten. Rothenberger, der später den Cerevis Atlas primus erhielt, war erster Vereinspräsident und gleichzeitig Oberturner. Der Verein umfasste Aktivmitglieder und Mitturner sowie Ehrenmitglieder (erfolgreiche Präsidenten und Oberturner nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Verein). Wöchentlich gab es zwei obligatorische und zwei fakultative Turnstunden, daneben Monatszusammenkünfte und eine Hauptversammlung pro Semester.

Aufgrund des ursprünglichen Willens des Gründers konnten auch Mitglieder von Verbindungen aktive KTVer werden. So finden wir in den ersten Jahren Mitglieder der Zofingia, Rhetorika, Technica (später Minerva) und Humanitas unter den KTVern.
Albert Rothenberger selbst (zusammen mit weiteren Mitgliedern der ersten Stunde) war ursprünglich Zofinger.
Der KTV trat dem Eidgenössischen Turnverein, dem Kantonalturnverband und auch dem Bezirksturnverband bei, und der Verein nahm in der Folge an ersten Turnfesten teil. Erstes Stammlokal war der «Tiger» (Ecke Spisergasse/Marktgasse), zwei Jahre später wechselte man in den «Spitalkeller», wo (mit Unterbrüchen) bis heute der KTV-Stamm beheimatet ist.

1891 wurde die erste Fahne geweiht: Ein dunkelgrünes Banner, auf einer Seite mit St.Galler- und Schweizerwappen, umrahmt von Edelweiss und Alpenrosen, dazu die Aufschrift «Kantonsschüler-Turnverein St.Gallen», auf der anderen Seite mit der turnerischen Devise der vier F: «frisch, fromm, fröhlich, frei» sowie dem Wahlspruch: «Dem Vaterland unser Streben».

Vermutlich das älteste Bild der KTV-Aktivitas. Photo datiert aus der Zeit um 1895
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1893 übernahm der KTV die Abendunterhaltung der Kantonsschule St.Gallen und führte den traditionellen und hoch angesehenen Anlass bis Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts als eigentlichen Schul- und Verbindungsball weiter.

Allmählich näherte sich der KTV immer stärker einer studentischen Verbindung. Ab 1894 bestanden die Sitzungen aus einem geschäftlichen, einem wissenschaftlichen (Vorträge) und einem gemütlichen Teil. Im gleichen Jahr wurde auch der Cerevis eingeführt.
Gleichzeitig wollte der KTV ein selbständiger Verein werden. Kein Mitglied sollte zugleich Mitglied einer anderen Kantonsschulverbindung sein. 1895 stimmte das Rektorat diesem Ansinnen zu – gegen den Willen der Zofingia, die schliesslich durchsetzen konnte, dass ihre Aktiven als Mitturner im KTV dabei sein konnten. Während eines Jahres spielte sich ein eigentlicher Machtkampf ab, den die Zofinger schliesslich aufgaben: Ihre Mitglieder traten 1896 aus dem KTV aus.
Im gleichen Jahr feierte der KTV als eigenständige Verbindung sein zehnjähriges Bestehen. Dass es zu dieser Zeit keineswegs leicht für den jungen Verein war, zeigt die Tatsache, dass das Rektorat für die Feier keine Tanzerlaubnis erteilte!

1898 konstituiert sich der Altherrenverband AHV-KTV, um die im KTV gefundene Freundschaft weiter zu pflegen und die Aktivitas zu unterstützen.
Ein Jahr später erklärt sich der KTV als Verbindung. Es wird der Biercomment eingeführt, der Zirkel geschaffen, und die Mitglieder tragen von nun an eine grüne Mütze, ein Brustband in den Farben Rot-Weiss-Grün sowie einen Bierzipfel an der Westentasche.

1900: Der KTV trägt jetzt Farben und besitzt Verbindungsinsignien
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Der KTV als Verbindung

Der KTV ging als zahlenmässig und turnerisch starker Verband ins 20. Jahrhundert. Der «Produktionsmeister» wurde zum Fuxmajor, und man schloss sich dem Kartell der Kantonsschülervereine Aarau, Chur, Frauenfeld und Zürich an. Nach einer wechselvollen Geschichte trat der KTV St.Gallen wegen Streitigkeiten mit den anderen Vereinen 1929 aus. Später wurden die Kontakte zu den Verbindungen KTV Aarau und KTV Frauenfeld wieder aufgenommen. Seit 1988 ist der KTV St.Gallen erneut Mitglied des Kartells.

Neben dem traditionellen Turnen bildete sich kurzzeitig eine Fussballsektion, für etwas Auflockerung des straffen Turnbetriebs sorgte das Fechten und später die Leichtathletik. Der KTV nahm bis in die Mitte der 80er Jahre regelmässig an den verschiedensten Turnfesten teil, wobei «das Eidgenössische» immer ein besonderer Anlass war. Hier wurden die jungen Turner auch oft von Altherren begleitet und angespornt. Vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Leistungen teilweise herausragend.
Als das Skifahren aufkam unternahmen die Aktiven auch Turnfahrten auf Skiern. Gleichzeitig wuchs der Wunsch nach einer Berghütte, wo man die Wochenenden verbringen könnte. Die Aktivitas bezog zuerst die «Wännelihütte» am Speer (1907), später die «Tannhütte» am Sämtisersee (1912), die «Haidlenhütte» im Jental und schliesslich (unter der Ägide des AHV-KTV) die Hütte «Blattendürren» oberhalb von Urnäsch (1926). Diese diente gleichzeitig dem Altherrenverband und wurde von diesem 1954 gekauft.

Die lange Tradition der «Tessinwanderung» geht auf das Jahr 1894 zurück. Die Aktiven nahmen damals erstmals an einem «Eidgenössischen» teil, das in Lugano stattfand. Den KTVern trug es den Eichenkranz ein. Die Aktiven machten einen Abstecher nach Mailand, und kehrten danach zu Fuss durch das Bergell und über die Bündner Pässe nach St.Gallen zurück. Später war jeweils im Frühling eine Fahrt ins Tessin angesagt, wo die Aktiven eine knappe Woche lang den Kanton «erwanderten», ansonsten aber per Bahn unterwegs waren. 

Chronologie der weiteren Ereignisse im Überblick:

 

1920: Die Aktivitas erhält vom AHV-KTV eine neue, schlichtere Fahne (mit Farben, Zirkel und Vereinsname), die der begabte Zeichner und spätere Bundesrat Karl Kobelt v/o Igel entwarf.

 

1930: Statuten- und Commentrevision, nachdem der Regierungsrat die Aufhebung des Trinkzwangs verfügte. Seither gelten auch kalte alkoholfreie Getränke als commentmässiger Stoff.

 

1931: Das Rektorat der Kantonsschule erlaubt das freie Farbentragen. Zuvor durften Mütze und Band nur in geschlossenen Räumen getragen werden.

 

1936: 50-Jahr-Feier des KTV mit Fackelumzug durch die Stadt St.Gallen, angeführt durch drei Reiter im Vollwix. Fest im alten «Schützengarten» mit Ansprachen, darunter von Gründer Albert Rothenberger.

 

1938: Der KTV kämpft mit Mitgliederrückgang. Der AHV greift ein, engagiert Turnlehrer Ernst Saxer als Oberturner, AH Salto übernimmt das Präsidium, AH Geigei schwingt die Fuxenpeitsche.

 

1940/41: Redimensionierte Abendunterhaltung im 2. Weltkrieg. In den Winterferien KTV-Revue bei den Truppen der 7. Division.

 

1946: Feier zum 60-jährigen Bestehen. Wiederaufnahme der traditionellen Abendunterhaltung mit Ansprache von AH Igel, der in diesem Jahr Bundespräsident ist.

 

1948: Neue Fahne (Nachbildung) aus Anlass der 50-Jahr-Feier des AHV-KTV.

 

1956: Grosse Festlichkeiten zur 100-Jahr-Feier der Kantonsschule und gleichzeitig zum 70-Jahr-Jubiläum des KTV. Fackelzug durch die Altstadt von St.Gallen.

 

1961: Der KTV feiert sein 75-jähriges Bestehen. Abermals Fackelzug und grosser Festanlass im «Schützengarten».

 

1971: Der AHV greift der Aktivitas personell unter die Arme: AH Sugus ist ein Jahr lang Fuxmajor, AH Schluck übernimmt die Leitung des Turnbetriebs.

 

1981: 125-Jahr-Jubiläum der Kantonsschule. Fackelumzug mit Brandrede und Gaudeamus. Anschliessend Festkommers.

 

1986: Grosser, dreitägiger Verbindungsanlass zum 100-jährigen Bestehen des KTV; Festkommers und paralleler Damenanlass mit Modeschau, Festball im «Schützengarten». Für die Kantonsschule organisiert der KTV einen Sporttag und eine Ausstellung über das Verbindungsleben, die von Kant zusammengestellt wird. Die Aktivitas erhält eine neue Fahne und erstmals fünf eigene Vollwixe (zuvor mussten diese für die Anlässe jeweils gemietet werden).

 

1990: Ein Mitgliederschwund bei der Aktivitas und der Herbstschulbeginn an der Kantonsschule stellen die Durchführung der kommenden Abendunterhaltung in Frage. Eine AH-Kommission wird eingesetzt. Wegen Problemen im «Spittel» kann der obere Stock nicht mehr für die Aktivitas-Sitzungen benützt werden. Die Kommerse finden im «Scheidweg», «Dufour», später im «Bierhof» oder im Keller des Kantiheims statt.

 

1993: Hundertste AU und gleichzeitig die letzte im «Schützengarten». Der Saal wird künftig nicht mehr für Grossanlässe benutzt, da das Gebäude abgebrochen werden soll.

 

1994: Abendunterhaltung nun im Hotel Ekkehard.

 

1995: Markanter Teilnehmerschwund an der AU im «Ekkehard» – sie sollte die letzte der alten Art sein.

 

1997: Das «KTV-Bankett» ersetzt die AU. Der gelungene Anlass mit Darbietungen und einem Mehrgang-Menü findet in der Aula der Kantonsschule statt. Statt einer Tessinwanderung (bereits seit einigen Jahren nicht mehr im Programm) unternimmt die Aktivitas eine Bildungsreise nach München.

Gründung von vier neuen Bierfamilien: Vivant Barbari, Stadtbühl, Britannia in aeternam und Suomi.

 

1998: Der Altherrenverband des KTV feiert sein 100-jähriges Bestehen. Der Jubiläumsanlass im Rahmen einer erweiterten Hauptversammlung findet am 12. Dezember im grossen Festsaal des Schützengartens statt. Eine Ausstellung zur Geschichte des Vereins mit vielen «Schätzen» aus dem Vereinsarchiv und die Publikation einer Jubiläumsschrift runden das Jubiläumsfest ab. Parallel zum Verbindungsanlass wird ein Damenprogramm organisiert.

 

2000: Die Aktiven finden eine vorläufige Bleibe im «Scheidweg», der auf den Abriss wartet. Damit hat das Herumziehen vorübergehend ein Ende. Die Suche nach einem neuen Sitzungslokal läuft auf Hochtouren.

Ein Sieben-Farben-Kommers mit allen Verbindungen an der Kantonsschule St.Gallen geht als einer der Höhepunkte des Jahres in die Annalen ein. Mit einer Neugliederung der Kantonsschule St.Gallen (neben Burggraben gelten z.B. auch der Talhof sowie weitere Schulen als Kantonsschulen, bzw. Mittelschulen) weitet sich die Keilerei der Aktivitas aus. Zu einem grossen Teil rekrutieren sich KTVer neu auch aus Gossau oder gehen an die Berufsmittelschule. An der Kantonsschule am Burggraben (dem ursprünglichen Stammhaus des KTV) sind aktuell aber keine aktiven KTVer anzutreffen.

 

2001: Nach langem Suchen kann ein Mietvertrag für einen Sitzungs-Raum für die Aktivitas abgeschlossen werden – ein Lichtblick für den KTV, da im Frühling der «Scheidweg» abgebrochen wird, und die Aktiven wieder in Restaurant-Sälen unterkommen müssen. Die Kommerse finden im Kellerraum im «Dufour» beim Hauptbahnhof statt.

Dagegen musste das «KTV-Bankett» aus zeitlichen Gründen und wegen mangelnder Ressourcen ausfallen.

Im Dezember geht die erste Homepage des KTV unter der Projektleitung von AH Conan online.

 

2002: Im April kann die Aktivitas das neue Verbindungslokal, im «Haus zum Elephant» an der Linsenbühlstrasse beziehen – gleich hinter dem mittlerweile geschleiften «Scheidweg».

Für die Einrichtung wird im AHV-KTV eine Spendensammlung durchgeführt. Der Raum wird auch für Sitzungen der AHV-Kommission genutzt.

Der KTV fasst wieder Fuss an der KSBG und rekrutiert auch dort wieder Mitglieder. Es wird verstärkt der Kontakt mit den anderen Verbindungen gepflegt, und es finden zahlreiche Zweifarben-Kommerse statt.

Mit einem schönen Familienfest und bei strahlendem Wetter feiert der KTV im August das 75-jährige Bestehen der Hütte auf Blattendürren.

 

2004: Die umfangreiche, mehrjährige Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule am Burggraben (KSBG) wird abgeschlossen. Die Arbeiten begannen 1997 mit der Gesamtrenovation des «alten» Gebäudeteils (Kubly-Bau) und gingen 2000 mit dem Umbau des «neuen» Schulteils (Glaus-Bau) in die zweite Phase. Am 10. und 11. September werden die erneuerten und erweiterten Anlagen mit einem Tag der offenen Tür der breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Die Bauarbeiten finden unter der Ägide von AH Kant als Kanti-Rektor statt.

 

2005: Das Vereinslokal «Elephant» erfreut sich grosser Beliebtheit – allerdings führen diverse Zwischenfälle (namentlich Gesang und Rauch) zu Streitigkeiten mit Mietern und Vermieter. Diese können jedoch gütlich geregelt werden.

 

2006: Wiederbelebung der traditionellen Abendunterhaltung im Januar. Die AU findet in der neu gestalteten Aula der sanierten KSBG statt und wird ein voller Erfolg. Es nehmen 140 KTVer und Damen teil.

Die Aktivitas leidet unter einem starken Schwund an Interesse und hat keinen inneren Zusammenhalt. Die Mitglieder rekrutieren sich vom Gymnasium Friedberg, Gossau. Zwei Aktive müssen aufgrund ihres Verhaltens ausgeschlossen werden. Nach neuen Lärmreklamationen wird dem KTV zudem im «Elephant» gekündigt. Der AHV-Kommission gelingt es jedoch schnell, einen neuen Raum zu finden: Im St.Galler Klosterviertel kann der KTV an der Bankgasse einen alten Gewölbekeller mieten. Das kleine aber sehr passende Lokal wird nach dem Haus benannt: «Pförtnerhof».

Die Kanti St.Gallen feiert das 150-Jahr-Jubiläum. Die Verbindungen sind sehr präsent, viele Altherren erscheinen in Farben und feiern ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Zum Jubiläum erscheint auch die Schrift «Farbe tragen, Farbe bekennen – 150 Jahre Verbindungsleben an der Kanti», die von den sieben Verbindungen an der Schule zusammengestellt und der KSBG zum Jubiläum geschenkt wird.

 

2007: Die Aktivitas kann den Pförtnerhof beziehen. Die Freude darüber wird durch einen markanten Mitgliederschwund auf zeitweise einen Aktiven getrübt. Mehrere junge Altherren lassen sich reaktivieren und übernehmen die Verbindungs-Chargen.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Amicitia Solodorensis werden im Rahmen einer grosser Ausstellung über Schweizer Couleurstudenten alte Silberpokale, Farbenkarten, Ehrenurkunden und Diplome aus dem KTV-Archiv im Alten Zeughaus in Solothurn der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine offizielle Delegation des KTV besucht die Ausstellung im Dezember.

 

2008: Am «Spittel» hängt wieder ein neues KTV-Schild, nachdem das alte Wappen vor Jahren bereits gestohlen wurde.

Die Verbindungen an der KSBG führen eine grosse Keilerei durch, mit Musterkommersen und anderen Informationsanlässen. Der KTV besteht allerdings weiterhin aus nicht einmal einer Handvoll aktiver Mitglieder. Austritte, Abschlüsse und Übertritte an entfernte Gymnasien lassen die Aktivitas schliesslich auf zwei aktive Fuxen dahin schmelzen. Weiterhin leisten reaktivierte junge Altherren Überlebenshilfe und halten den aktiven Verein am Leben.

Der AHV-KTV beschliesst an der HV, die Hütte auf Blattendürren zu sanieren. Es wird eine grosse Spendensammlung gestartet und eine Spezialkommission eingesetzt.

 

2009: Die Chargen in der Aktivitas können weiterhin nur dank reaktivierter Jung-Altherren besetzt werden. Eine erste Phase der Hüttensanierung (mit Ziel Werterhaltung) wird im Herbst abgeschlossen. Die Spendensammlung ist überaus erfolgreich, womit im kommenden Jahr eine zweite Sanierungsphase (mit Ziel Komfortsteigerung) in Angriff genommen werden kann.

 

2010: Die sanierte Hütte wird im Juni bei schönstem Wetter im Rahmen eines Familienfestes eingeweiht. Die KTVer haben nicht nur mit Geldspenden, sondern auch mit unzähligen Stunden Fronarbeit zum Erfolg der Hüttensanierung beigetragen. Auf der KTV-Homepage wird in einem für Mitglieder reservierten Bereich ein Online-Reservationssystem eingerichtet.

Unter AH Potz wird eine Spezialkommission zur «Reanimation der Aktivitas» ins Leben gerufen. Es wird regelmässig geturnt, Karate praktiziert, und die Kommerse erhalten eine klare Struktur. Der Aufwand macht sich bezahlt.

 

2011: Der KTV bereitet sich auf ein würdiges Fest zu seinem 125-Jahr-Jubiläum vor. Eine Spezialkommission wird eingesetzt und die Aktivitas stellt unter tatkräftiger Mitwirkung von Mentor Potz ein buntes Programm zusammen.
Der Jubiläumsanlass geht im grossen Festsaal im neuen Kongresshotel Einstein im September über die Bühne – mit Festansprachen von AHP Yehudi und Kant, einem theatralischen Quiz der Aktivitas und zwei Auftritten von Gastgruppen mit akrobatisch-humoristischen Produktionen. Umrahmt wird der Anlass von einer Ausstellung im Foyer, an der Perlen aus dem Archiv nach Jahren wieder bestaunt werden können, und die das Werden und Wachsen des KTV vor Augen führt. Parallel zum Damenanlass, einer von Dior moderierten Modeschau im Einstein, findet im Pfalzkeller ein Festkommers statt.
Am Sonntag danach treffen sich zahlreiche KTVer mit Damen zu einem Katerfrühstück im Restaurant Drei Linden und absolvieren am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein eine Wanderung entlang des Panoramawegs bis nach St.Gallen-Haggen.
Die Homepage des KTV geht in aufgefrischter Form online.
In seinem Jahresbericht an der HV 2011 beklagt AH-Präsident Yehudi ein mangelndes Interesse von jüngeren Altherren an den Anlässen des Vereins. Die Aktivitas zählt genug Mitglieder zum Überleben aber weiterhin keine Aktiven von unserer Stammschule, der Kanti Burggraben.

 

2012: Im Februar verstirbt völlig unerwartet der Aktivitas-Förderer Potz.
Der Mietvertrag für den Pförtnerhof-Keller wird aufgelöst, da die Höhe der monatlichen Kosten den Wert des Nutzens übersteigt. Die Aktivitas verlegt ihre Kommerse in den kleinen Saal im ersten Stock des Spittels.
Die Maifahrt führt die Teilnehmer auf den Spuren der KTVer aus den 1920er und 30er Jahren von Elgg aus über den Schauenberg nach Gyrenbad im Zürcher Oberland. Das Gyrenbad war damals ein beliebtes Ziel von Maifahrern – zumal die Schwester von AH Spitz das Gasthaus geführt hatte.

 

2013: Die Abendunterhaltung findet erstmals im Pfalzkeller statt – mit Catering und dem Motto «Appenzell».
AH Tschitschi befasst sich mit einer Recherche zur Geschichte unserer Hütte auf Blattendürren. Seine interessante Sammlung von historischen Fakten aus der älteren und jüngeren Vergangenheit wird veröffentlicht und dem Mitteilungsblatt beigelegt.
Die Aktiven treffen sich neu im «Papagei», da sich der Spittel-Saal im ersten Stock aufgrund der unterschiedlichen Nutzungen im Nachbar-Sääli für Kommerse als nicht mehr geeignet erweist.

 

2014: Der Pfalzkeller beherbergt erneut die Abendunterhaltung.
Die Aktivitas bereitet der Kommission Kopfzerbrechen: Vor allem, nachdem bekannt wurde, dass die Vereinsfahne bereits nach der Hauptversammlung 2012 oder zu Beginn des folgenden Jahres auf unerklärliche Art verschwunden ist. Nachforschungen bleiben erfolglos.
Unbekannte machen sich zudem in mehreren Wellen an unserer Homepage zu schaffen und deponieren an verschiedenen Stellen russische Texte gespickt mit dubiosen Links. Es wird beschlossen, den Internetauftritt auf den neusten Sicherheitsstandard zu bringen.

 

2015: Die Abendunterhaltung findet im grossen Einstein-Saal statt. Dass der Pfalzkeller aufgrund einer Terminkollision für uns nicht verfügbar war, erweist sich als ein grosser Pluspunkt.
Anfang April geht die neu überarbeitete und aufgefrischte Homepage online.